Die Vereinigte Hagel und die R+V – Dürreversicherung FarmIndex für unsere Agrarkunden

Die extremen Wetterphänomene häufen sich: Plötzliche Starkregenfälle, Sturm oder Hagelschläge erschweren es den Landwirten ertragreiche Ernten einzufahren. Die Landwirtschaft spürt die Folgen des Klimawandels stärker, als die meisten anderen Branchen. Die letzten Jahre waren geprägt von Trockenperioden, die Landwirte im Emsland durchstehen mussten – ohne gleichmäßigen Regen drohen erneute Missernten. Die Absicherung von Dürreschäden wird vor diesem Hintergrund immer wichtiger und ein attraktiver Zusatzbaustein für die Landwirte. Die Vereinigte Hagel (in Kooperation mit der R+V) bietet über weiterentwickelte Versicherungsprodukte Möglichkeiten für unsere Agrarkunden, die aus Dürre verursachten Schäden abzusichern.

Welche Absicherung bietet die Vereinigte Hagel an?

Mit der Produktlinie FarmIndex Dürre wird ein zusätzlicher Versicherungsschutz bei Dürre angeboten. Prinzipiell gilt, dass ein Landwirt mit einem bestehenden Secufarm-Vertrag Dürre mit dem sog. FarmIndex abschließen kann.

Wir bieten unseren Kunden zwei Varianten, mit denen individuelle Ansprüche erfüllt werden können:

  • FarmIndex Dürre E
  • FarmIndex Dürre N

Wie funktioniert die Dürrepolice als Zusatzbaustein?

In der Versicherungslösung Secufarm werden Schäden durch Hagel, Sturm, Starkregen und/oder Frost auf Grundlage des konkreten Schadens berechnet. Dürreschäden hingegen werden rein rechnerisch, basierend auf ausgewählten statistischen Wetter- und Ertragsdaten (Indizes) der Region und des Ortes, ermittelt. Unterschreiten diese Werte den Index, zahlt die Vereinigte Hagel einen vorab definierten Betrag einer Versicherungssumme. Eine Schadensmeldung und Vor-Ort-Besichtigung sind dabei nicht mehr erforderlich.

 

Welche Maßstäbe werden herangezogen?

Die Basis ist je nach Versicherungslösung, Dürre E oder Dürre N, unterschiedlich.

Dürre in der Variante Dürre E wird über den Index „Bodenfeuchte“ definiert und richtet sich nach der den Pflanzen tatsächlich zur Verfügung stehenden Wassermenge. Diese wird über die prozentuale nutzbare Feldkapazität errechnet. Dürre tritt dann ein, wenn die nutzbare Feldkapazität an mindestens einem Tag im Haftungszeitraum der Kulturen kleiner als 60% ist und der Landkreisertrag einen festgelegten Ertragsschwellenwert unterschreitet. Versicherbar sind ausgewählte Kulturgruppen.

Dürre in der Variante Dürre N ist über die Niederschlagsmenge auf dem Betrieb definiert. Sie wird wie folgt definiert: Wenn die Niederschlagsmenge innerhalb des Haftungszeitraums in einer zusammenhängenden Dürreperiode von 8 Wochen unterhalb einer vertraglich festgelegten Niederschlagsmenge liegt. Der Landwirt wählt eine Zelle eines Niederschlagsrasters auf seinem Betrieb aus. Versicherbar sind alle Kulturgruppen.

Wann erfolgt die Entschädigungszahlung?

Dürre E: Sobald der Landkreisertrag veröffentlicht wurde, i.d.R. Okt – März jeden Jahres.

Dürre N: Im Erntejahr, ca. 4 Wochen nach Ende der Haftung.

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