Emsländische Volksbank will in Filialnetz investieren

Geldinstitut sieht sich weiter auf Wachstumskurs

Die Emsländische Volksbank (EVB) hat nach eigenen Angaben 2017
in nahezu allen Geschäftsfeldern Zuwächse verzeichnet. Die wesentlichen Eckdaten
des Jahresabschlusses und die Strategie, mit der das Geldinstitut seinen Wachstumskurs
in den kommenden Jahren fortsetzen will, stellte Vorstandsvorsitzender
Frank Thiel auf der gut besuchten Mitgliederversammlung in Aschendorf vor.
Angesichts gravierender Veränderungen in der Bankenlandschaft sei es wichtig,
die Risiken und Chancen zu erkennen und eine Ausrichtung  zu wählen, die die Stabilität
der Bank auch in Zukunft gewähre, führte Thiel aus. Der Weg, den die EVB eingeschlagen hat, basiert nach seinen Worten auf der Grundüberlegung, die erste Adresse in der Region von Firmen- wie Privatkunden zu sein. „Und das als regionale Universalbank mit den Eigenschaften nah, modern und begeisternd“, so Thiel. Um auf allen Kanälen nah
am Kunden zu sein, will das Kreditinstitut seine Vertriebswege verzahnen und dabei den digitalen Vertrieb aufgrund des immer bedeutender werdenden Onlinebankings in den Fokus seiner Geschäftsausrichtung rücken. An der persönlichen Erreichbarkeit über ihr enges
Filialnetz will die EVB jedoch auch in Zukunft festhalten. „Wir erhalten unser Netz
nicht nur aufrecht, sondern wir nehmen Geld in die Hand, damit sich dort das eine
oder andere verändert“, sagte Thiel. In Planung sind laut dem Bankvorstand Investitionen
für eine Rundumerneuerung beziehungsweise einen Neubau der Filiale in Haren, einen Ausbau der Hauptstelle in Meppen sowie Modernisierungsmaßnahmen in Dörpen.
Wie die EVB wirtschaftlich dasteht, machte Thiel anhand einiger Zahlenwerte deutlich. Beim Kundenwertvolumen, das die Gesamtheit aller getätigten Kundengeschäfte widerspiegelt, gab es demnach nicht nur 2017 einen deutlichen Zuwachs, sondern es ist seit Jahresbeginn
um weitere 2,9 Prozent auf 2,65 Milliarden Euro gestiegen. Zuwächse verzeichnete die
EVB sowohl beim Kreditgeschäft als auch bei den Einlagen. Die Bilanzsumme per 31.
Dezember 2017 beläuft sich auf knapp 1,48 Milliarden Euro, was einer Steigerung von
acht Prozent entspricht. Mit einem aktuellen Plus von drei Prozent seit Ende vergangenen
Jahres habe auch der seit einigen Jahren anhaltende Negativtrend beim Betriebsergebnis
gestoppt werden können. Das Zahlenwerk für die Filiale Aschendorf mit 5200 Kunden und etwa 12 900 geführten Konten stellte Marktbereichsleiter Martin Gehrs den Mitgliedern vor.
Während es bei den Einlagen nur geringe Veränderungen gab, konnte das Kreditgeschäft
der Filiale bis zur Jahresmitte um knapp sechs Prozent auf etwa 190 Millionen Euro gesteigert werden.

EZ, 02.11.2018