Ton Schulten

Inspirierter Kolorist des Twenter Landschaftsmosaiks.

Zu Beginn der neunziger Jahre beschloss Ton Schulten (Jahrgang 1938), sich fortan nur noch der Malerei zu widmen. Mit diesem Entschluss beendete er seine erfolgreiche Laufbahn als Werbefachmann. Die Hektik, die er als Geschäftsführer und Inhaber einer erfolgreichen  Werbeagentur jeden Tag aufs Neue zu spüren bekam, tauschte er gegen das Wegträumen in Farbe und Form ein. Das brachte er in solch einem schonungslosen Tempo auf die Leinwand, als versuche er, die verlorenen Jahre nachzuholen.

Ton Schulten hatte es satt, wie er es selbst nannte, »Manager zu spielen«.
Es hatte ihn von dem kreativen Prozess, der mit der Gestaltung von Werbekampagnen verbunden ist, entfremdet. In der Malerei fand er das wieder, was ihm in der Welt der Werbung verloren gegangen war.
Schnell entpuppte er sich als »Kolorist pur«. Er, der Sohn eines Bäckers aus Ootmarsum, begann sozusagen mit der Farbe zu leben, ließ die Farbe sein Handeln auf der Leinwand bestimmen und verkündete unablässig, wie »herrlich es ist, dies zu tun«.
So gewann Ton seine künstlerische Freiheit wieder, entwickelte seinen eigenen Stil und wurde erfolgreicher Maler mit internationalen Ausstellungen in Museen und Galerien, unter anderem in Amerika, Italien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.

Exponat für die EVB-Kunstsammlung