Fotografien aus der Sammlung der DZ BANK AG, Frankfurt/Main

Die Ausstellung eröffnete uns Einblicke in gesellschaftliche Realitäten und führt uns vor Augen, dass der American Dream für den einen ein Traum ist, der sich erfüllt, für den anderen aber zum Alptraum werden kann.

Mit der Ausstellung »American Dream« präsentieren wir Ihnen eine thematische Bilderauswahl aus der Sammlung der DZ BANK. Sie wurde Anfang der 90er Jahre gegründet und zählt inzwischen mit über 5000 Werken zu den größten und angesehensten ihrer Art.

Die Sammlung konzentriert sich auf das fotografische Bild in der internationalen zeitgenössischen Kunst und damit nicht nur auf das Schlüsselmedium aller technischen Bildgenerierung, sondern auch auf einen Motor der Kunst spätestens seit den sechziger und siebziger Jahren: das Spannungsfeld zwischen Malerei und Fotografie.

• Andy Warhol fängt in seinen Schnappschüssen die Prominenten aus Manhattan ein und führt uns die Partywelt und den Glamour vor Augen.
• Anton Corbijn fotografiert die Stars aus Pop und Rock indem er sie verkleidet, maskiert und ihnen so ein zweites Gesicht verleiht.
•  Dennis Adams buchstabiert die Lebensgeschichte der Millionärstochter Patricia Hearst durch, die, zunächst entführt, später ihren »Peiniger« heiratet und so zur Ikone der 70er Jahre avanciert, um nachfolgend wieder in die bürgerliche Gesellschaft zurückzukehren.
• Richard Prince arrangiert die bekannte Bildwelt neu, indem er Motive aus der Werbung dazu nutzt, die Verführungskraft der Fotografien in der Werbung zu untersuchen.
• Robert Mapplethorpe zeigt in seinem Selbstportrait, das er angesichts seines Todes aufgenommen hat, nur seine Augen. Das eine blickt in die ungewisse Zukunft, das andere in die Vergangenheit. Das eine erscheint matt, das andere voller Bilder seines Lebens.
• Helen Levitt bildet spielende Kinder auf der Straße ab, die sie mit einer eigens dafür entwickelten Kamera fotografiert, die den Fokus mit Hilfe eines Spiegels um 90° verdreht, was der Ungezwungenheit des Spiels zugute kommt.
• William Eggleston und Stephen Shore wenden ihren Blick der amerikanischen Weite, der Landschaft, der Freiheit zu und fotografieren die ländlichen Regionen in verzaubertem Licht.
• Taryn Simon dokumentiert in ihrer Serie Innocent unschuldige Gefängnisinsassen, die, nicht selten Jahrzehnte lang, teils unter Androhung der Todesstrafe, in Gefängnissen einsaßen. Sie inszeniert sie als Täter und führt sie an den Tatort des Geschehen, macht die Tat für den fälschlich Verurteilten erstmals real erfahrbar.