Ulrike Völkl-Fischer

Ulrike Völkl-Fischer wurde 1954 in Aschaffenburg geboren. Sie studierte Kunsterziehung und -geschichte an der Universität München und arbeitete zunächst als Kunsterzieherin. 1987 machte sie sich mit einem Atelier in Gilching bei München selbstständig und widmet sich seither der Malerei und Fertigung von Skulpturen. Beide Genres ergänzen und beeinflussen sich. Ihr Interesse gilt der Kunst der Moderne, aber auch der Kunst der Frühzeit, deren Spuren sie auf Reisen nach Mexiko, Kreta, Ägypten oder zu den Kykladen verfolgt. 

Für Ihre Bilder braucht Ulrike Völkl-Fischer keine Modelle oder Motive als Anregung. Sie begibt sich mit dem Bild auf eine Entdeckungsreise, bei der sie sich von Gefühlen und
Stimmungen leiten lässt. So bedecken zunächst nur Farben und abstrakte Formen die meist harten Malgründe. Formen und Strukturen, viele Übermalungen, bei denen die unteren Schichten die Oberfläche durchdringen, werden durch Kratzen und Schaben aufgelockert. Stift- und Kreidespuren regen sie zu Figuren, Gesichter, Tier- und Pflanzenformen an. Wie bei bildnerischen Zeugnissen der Urzeit werden unverbildete Bildwelten freigesetzt. In diesem Prozess entstehen immer wieder neue Konstellationen und Geschichten, heitere oder auch nachdenkliche. Dabei ordnet sie einzelne Kapitel oder Episoden wie in frühchristlichen Freskenzyklen in Streifen oder Kästen an. Unterstützt und vervollständigt werden die Inhalte durch strahlende, frische, jedoch niemals grelle Farbigkeit.

Ulrike Völkl-Fischers Skulpturen haben einen besonderen Ausdruck und entstehen in einem äußerst aufwändigen Arbeitsprozess. Nach dem Entwurf formt sie einen Prototypen. Von diesem fertigt sie eine mehrteilige Form, die dann mit einer speziellen Steinguss-Mixtur ausgegossen wird. Die so entstandene Figur erhält anschließend in langwieriger Handarbeit ihr endgültiges Aussehen.

Sie wird beschliffen, beraspelt und in einem mehrschichtigen Verfahren mit selbst hergestellten Farben bemalt. Alle Skulpturen werden in einer limitierten Auflage gefertigt und sind nummeriert und signiert. 

Exponate für die EVB-Kunstsammlung